Die Kräfte der Ahnenwesen

Ahnenseele und Geistwelten

Steht man in Kontakt mit seinen Ahnenkräften und somit in ihrem Schutz, dann wächst man wie ein kräftiger Baum ins Leben.
Ahnen sind unsere Vorfahren. Jeder ist Essenz seiner Ahnen. Ohne deren Opferung von essenzieller Lebenskraft wäre unsere individuelle Existenz nicht möglich. Sie sind die materiellen, sozialen und feinstofflichen Wurzeln unseres Lebens. Die Ahnen haben Schöpferfunktion.Sie schaffen die Welt, in der wir leben und sie gestalten die Bezugssysteme, die Ordnung der Welt. Sie bilden den Fluss des Lebens. Somit ist die Ehrung der unmittelbaren Ahnen der physische Ausdruck der Rückbindung an die eigenen Wurzeln und das Eintreten in den individuellen Fluss der Kraft.
Jeder einzelne ist die Essenz seiner Ursprungsfamilie. Doch stellt man eine genaue Untersuchung darüber an, wer dieser einzelne ist, dann wird man entdecken, daß dabei niemand zum Vorschein kommt. Die gesuchte Person löst sich in ihre Bestandteile auf. Es mag vielleicht ernüchternd klingen, aber es gibt keine Person, die aus sich selbst heraus eigenständig besteht.
Der Sinn der Arbeit mit den Ahnenwesen liegt zunächst einmal im Erfassen dieses Jemand. Da wir Menschen aus Bedingungen entstanden und somit zusammengefügte Objekte sind, ist es wichtig, diese Bestandteile zu erkennen. Weiters sollen die systemischen Bedingungen und Bedingtheiten erfasst werden, in denen das soziale Ich sich definiert.
In ihrer primären Funktion geben die Ahnen in materieller Form das Leben weiter. Sie sind die physische Grundlage des Lebens und der ersten sozialen Bezüge. Die geistigen Ahnen geben die Strukturen der Weltsicht. Hier hat man bereits zwei archetypische Kräfte der Ahnen – Materie und Sinn bzw. Orientierung. Die Verwurzelung der Sippe bildet dann die nächste Urkraft – Vertrauen bzw. Geborgenheit. Diese drei Aspekte – materielle Grundlage, Orientierung, Vertrauen – sind die Wachstum fördenden Kräfte des Lebens.
Sind diese Kräfte gestört, dann stellen sich in einem Familiensystem oder im Individuum Disharmonien ein, die zu sozialen oder körperlichen Schwierigkeiten führen. Werden die Kräfte der Ahnen auch dann noch nicht ausreichend respektiert, beginnt ein Familienmitglied diese Spannungen zu somatisieren und können Auslöser für gegenwärtige schwere Erkrankungen sein. In diesem Stadium wird meist die Hilfe von einem Schamanen/in benötigt. Dieser ist in der Lage, mit den Familiengöttern Kontakt aufzunehmen und die von ihnen gefangen gehaltenen Seelenanteile des Kranken zu befreien.
Besessenheiten durch fremde Energien oder Geistwesen, Schicksalsschläge, chronische Krankheiten und vor allem degenerative Erkrankungen etc. haben ihre geistig-energetische Ursache in einer mangelhaften Verwurzelung in den Ahnenkräften. Dies ist gleichzusetzen mit einer mangelnden Ehrung der Ahnen.

Wir haben also verschiedene Arten von Ahnen. Zum einen haben wir unsere familiären Vorfahren, die Teil unserer Familie sind. Dann haben wir, gehen wir weiter zurück, natürlich die Tiere und die Pflanzenwelt als Verwandte. In schamanischer Trance kann mit den Tieren und den Pflanzen gesprochen werden. Im traditionellen Schamanismus konnten in alten Zeiten alle Menschen mit den Tieren sprechen. Erst in späteren Zeitaltern ging diese Fähigkeit verloren, bis nur noch der Schamane/in dazu in der Lage war. In dieser Zeit leben wir jetzt.
Neben biologischen Ahnen können wir noch Ahnen besitzen, die aus der Geisterwelt stammen und nie in der alltäglichen Realität gelebt haben. Das können Fabelwesen, Tiere, Feen, mythische Stammväter oder andere Geister sein ( unsere Märchen sind voll davon, daß Feen mit Menschen eine Beziehung eingingen). Je nachdem, welche Ahnenreihe überwiegt, sind unsere Vorlieben beschaffen. Sind es mehr Ahnen in der Geisterwelt, tendieren wir dazu, uns mit den Dingen der Geisterwelt zu beschäftigen. Ist es umgekehrt, liegt unser Interesse mehr im Diesseits.
In der Form der Rückbindung erkennt man bereits zwei Arten von Ahnenwesen. Die personalen Ahnen sind jene, die für unsere unmittelbare Identität mit den uns bekannten Ich-Strukturen herangezogen werden. Diese personalen Vorfahren sind unsere Eltern, Großeltern und ev. Urgroßeltern; eben all jene Familienmitglieder, die wir persönlich gekannt haben, deren Entscheidungen und Taten wir miterlebt haben.

Die transpersonalen Ahnen sind all jene, die im Dunkel der Sippengeschichte verschwinden, aber auch auf die wir uns geistig beziehen. In archaischen Kulturen beinhaltet dies auch Tiere, Pflanzen, Steine und sogar Landschaftsformationen (speziell Berge oder Gewässer).

Viele Familien leiden unter einer so genannten Erblast. Diese kann sich auf unterschiedliche Weise äußern. Es gibt Familien in denen häufig die selben Symptome anzutreffen sind, oder Krankheiten, manchmal sind es auch nur wiederkehrende Erfahrungen, die sich durch die Ahnenreihe ziehen. Man kann dieser Erblast auf die Spuren kommen, indem man eine schamanische Reise antritt um diese Erblast aufzulösen.
Die Ahnen können viel erzählen. Sie offenbaren altes Wissen, Orte, oder man kann um Rat fragen. Solche Reisen können vieles ans Licht bringen, was zuvor im Dunkeln lag.
Mit dem Aufsuchen der Ahnen kann man viele nützliche Dinge verknüpfen; man kann z.B. das Familientotem ausfindig machen und somit über schicksalhafte Begegnungen Auskunft erhalten.


Workshop-Stationen: Wurzeln der Ahnenkraft / Ahnenseele – Geistwelten und
Krankheiten / Rituale u.Ahnenarbeit / Ehrung der Ahnen/
Ahnentopf.



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